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Die Welt der kleinen Krabbeltiere

Fleckige Brutwanze:  Eilarven

 

Je nach Witterungsbedingungen schlüpfen aus den Eiern nach etwa 10-15 Tagen die Eilarven. Auf dem Bild ist noch das eine oder andere leere Eihäutchen zu erkennen. Auch nach dem Schlüpfen der Jungen bleibt das Weibchen noch einige Zeit bei ihnen und verteidigt sie. Dafür steht ihr ein ganzes Arsenal von Möglichkeiten zur Verfügung. 

Auch die Eilarven werden weiterhin bewacht

Häufig reicht es aus, ihren Körper schildartig der Störquelle entgegenzustellen. Auch Schwirren mit den Flügeln vertreibt viele Feinschmecker. Im Extremfall sondert sie eine intensiv riechende, giftige Flüssigkeit ab, die den Feind lähmt, wenn er damit in Berührung kommt.

Die Flüssigkeit enthält giftige Stoffe, namentlich eine Mischung aus ungesättigten Aldehyden. Diese könnten kaum den Chitinpanzer eines anderen Insektes durchdringen, würden sie dabei nicht von einer weiteren Substanz unterstützt: einem ungiftigen Kohlenwasserstoff, dem sogenannten Tridekan. Eine Ameise wird 1-2 Minuten nach Kontakt mit der Flüssigkeit gelähmt. Falls das Gift durch die Atemöffnungen in den Körper des Angreifers eindringen kann, wird er bereits nach 1-2 Sekunden ruhig gestellt.   


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Foto: José Verkest, Text: Maria Pfeifer