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Die Welt der kleinen Krabbeltiere

Vorgestellt: Sandlaufkäfer - Parasit

 

Sandlaufkäfer-Wespe (Methocha ichneumonoides) verschließt die Röhre mit Sandpartikeln Auch die besten und geschicktesten Jäger haben Feinde. Das einzige gefährliche Insekt für den Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris) ist die Sandlaufkäfer-Wespe (Methocha ichneumonoides). Sie schafft es, die räuberischen Larven der Sandlaufkäfer zur Strecke zu bringen.

Die Wespe ist außerordentlich schlank und sieht in Farbe und Form einer Ameise auf den ersten Blick ähnlich. Das Weibchen besitzt keine Flügel, was den Eindruck noch verstärkt. Auf den Bildern hat sie die Sandlaufkäfer-Larve bereits in ihrer Wohnröhre erlegt und hat sie für ihren eigenen Nachwuchs als Nahrungsvorrat aufbereitet. Jetzt ist dabei, die Wohnröhre zu verschließen.

Der Trick, mit dem sie die Sandlaufkäfer-Larve zur Strecke bringt, ist ihre Schlankheit. Will sie eine Larve erlegen, begibt sie sich in zur Öffnung und lässt sich ergreifen. Ihr Vorderkörper aber ist zu schlank, um fest genug gepackt zu werden. Sie hat die Bewegungsfreiheit, die Larve bei hoch gehobenem Kopf in die Kehle zu stechen, um sie zu lähmen. Anschließend schlüpft sie in die Röhre, bringt weitere Stiche an und legt ein Ei an die Larve. Die ausschlüpfende Wespenlarve saugt die Sandlaufkäfer-Larve von außen her aus. Nach etwa vier Wochen spinnt die Wespenlarve einen Kokon in der Röhre und verpuppt sich darin, um zu überwintern. Im darauffolgenden Frühsommer schlüpft sie aus, paart sich und sucht neue Sandlaufkäfer-Larven als Beute für ihren Nachwuchs. Sandlaufkäfer-Wespe (Methocha ichneumonoides) verschließt die Röhre mit Sandpartikeln
Die Geschichte über den Sandlaufkäfer ist hier beendet. Sie können hier zu einem weiteren Räuber verzweigen, der im Sand lebt, aber zur Gruppe der Bienen, Hummeln und Wespen gehört oder in der Schaltleiste oben eine neue Geschichte auswählen.
 voriges Bild Feld-Sandlaufkäfer Brauner Sandlaufkäfer Paarung
Larve Auf der Lauer Störung
Verpuppung Entwicklung Parasit

Fotos: Roland Günther, Text: Maria Pfeifer